Tue zuerst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.”

Franz von Assisi

Ablauf Psychotherapie

In den ersten 3-5 Sitzungen lernen wir uns erstmal kennen. Beide Seiten entscheiden, ob sie miteinander arbeiten wollen. Dann wird i.d.R. ein Antrag an die Krankenkasse/Beihilfestelle auf Übernahme der Kosten für eine Psychotherapie gestellt.

 

Gesetzlich Versicherte müssen sich einen Therapeuten mit einem Kassensitz suchen, der über die gesetzliche KV abrechnen darf.

Privat Versicherte haben ganz unterschiedliche Regelungen. Daher:

- Rufen Sie Ihre KK/Beihilfestelle an und fragen Sie nach, wieviele Sitzungen Psychotherapie übernommen werden und was für ein Antrag nötig ist.

Ist die Therapie genehmigt worden, können 25 (Kurzzeit), 60 (1. Verlängerung Langzeit) oder 80 (2. Verlängerung) Sitzungen Verhaltenstherapie stattfinden.

Es gibt noch andere Therapieverfahren, da gelten andere Zeiten!

Therapieverfahren

Momentan übernehmen die Kassen nur die Kosten für

wissenschaftlich anerkannte Therapieverfahren, das sind:

-Verhaltenstherapie

-Psychoanalyse

-Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

-Systemisch Therapie

 

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Wie läuft eine Verhaltenstherapie ab?

In der Verhaltenstherapie gucken wir uns das Verhalten und die zugrunde liegenden Denkmuster an. Es wird angenommen, dass sich Gedanken, Gefühle und Verhalten gegenseitig beeinflussen. Man kann an jedem der drei Bausteine ansetzen. In der Angsttherapie konfrontiert man sich z.B. mit angstauslösenden Reizen (Verhalten-man fährt S-Bahn) und lernt dadurch, dass die Situation nicht bedrohlich ist. Damit reduziert sich die Angst (das Gefühl) und Bewertungen/Gedanken (in der S-Bahn bin ich nicht sicher) verändern sich. 

Man kann auch am Gefühl ansetzen, indem man z.B. bewusst Gefühle "triggert", also auslöst, um sie verarbeiten zu können. In der Traumatherapie ist das ein wichtiger Baustein, da man regelrecht Angst vor den eigenen Gefühlen bekommen kann (z.B. sie nicht aushalten zu können) und es hilfreich sein kann über belastende Dinge zu sprechen. Dann lässt man die Gefühle hoch kommen und lernt mit ihnen umzugehen (mit Hilfe verschiedener Techniken). Darüber verändert sich das Verhalten (z.B. Reden über belastende Erfahrungen) und das Denken ("Ich kann das aushalten, mir passiert nichts, ich hab das schon überlebt") und die Angst (das Gefühl) lässt nach. Zudem können weitere hilfreiche Veränderungen im Gehirn stattfinden, die durch eine Vermeidung nicht möglich sind.

Besonders gut mit der Verhaltenstherapie arbeiten lässt sich bei Ängsten, Depressionen, Essstörungen, Zwangsstörungen und Traumafolgestörungen.